Die heiligen Schriften Indiens

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Kaum eine Kultur hat so viele spirituelle Schriften hervorgebracht wie Indien. Nun ist es aber für uns Nicht-Inder sehr schwierig, einen Einstieg in die umfangreichen heiligen Schriften Indiens zu finden.
Die Inder hören bereits in der Kindheit von ihren Eltern oder Grosseltern die Geschichten aus Rāmāyāṇa, Mahābhārata und den Purāṇas und kennen deren spirituellen Geschichten sehr gut.

Die indischen Schriften enthalten transzendentes, göttliches Wissen (brahma vidyā), welches den vedischen Rishis (Seher) in ihrer Meditation offenbart wurde. Dieses Wissen ist mit dem menschlichen Verstand und somit für „nicht erleuchtete Menschen“ nicht direkt erfassbar. Deshalb haben die Rishis brahma vidyā durch Hymnen, Gleichnisse und Lehrer-Schüler-Dialoge an ihre Schüler vermittelt. Im Laufe der Zeit wurde dieses Wissen niedergeschrieben und für die Menschheit aufbewahrt. Das Studium der Schriften (svādhyāya) ist ein Bestandteil von Niyama, der 2. Stufe des Aṣṭāṅga-Yoga (acht Stufen des Yoga gemäss Rishi Patanjali) und hilft als Motivation für die eigene Meditation.

Der indische Schriftenkomplex ist einer der grössten der Welt und wird grob wie folgt eingeteilt:

  • Veden
  • Upaniaden
  • Rāmāyāṇa
  • Mahābhārata
  • Bhagavadgītā
  • Purāṇas
  • Yogasūtren

Übersicht indische Schriften